Indogermanische sprache


01.01.2021 08:40
Indogermanische Sprachen - Lehrstuhl fr vergleichende
genannt die es im Grad der Entwicklung mit den frhen Hochkulturen des Nahen Ostens aufnehmen konnte. Zudem gebe es wirklich sehr gute archologische Belege, die auf einen Ursprung der Sprachfamilie in der russischen Steppe hindeuteten. Wo allerdings die erste indoeuropische Sprache erklang, ist uerst umstritten. Deshalb knnen Sprachwissenschaftler die indogermanische Grundsprache in ihren verschiedenen Aspekten rekonstruieren (Lautsystem, Grammatik, Wortschatz, Syntax). Doch auch im vorliegenden Fall fhrte es zu einer sehr klaren Tendenz: Die mglichen Stammbume verorteten die Ursprache in der berwltigenden Mehrheit der Flle in Anatolien und datierten sie zudem auf eine Zeit weit vor der in der Steppentheorie angenommenen Entstehungszeit. Ernst Kausen: Die indogermanischen Sprachen, Buske-Verlag, 68 Euro Harald Haarmann: Auf den Spuren der Indoeuroper, Verlag. Kognate sind Wrter, die sich aus einem gemeinsamen Ursprungsbegriff entwickelt haben, wie etwa die Begriffe Mutter, mother und madre. Die Indogermanen brauchten in ihrer Binnensteppe logischerweise kein Wort fr Meer, sie nahmen die Bezeichnungen fr die groen Gewsser, die sie in Westeuropa, im Iran, in Indien oder eben in gis erreichten, von den Einheimischen. Man kann aber beweisen, dass das nicht so ist.

Die zahlreichen Einzelsprachen lassen sich - abgesehen von bruchstckhaft berlieferten Sprachen - in elf groe Sprachgruppen unterteilen. Von dort hat sie sich vor ungefhr.000 Jahren mit der aufblhenden Landwirtschaft ber Asien und Europa ausgebreitet. Diese seien von Atkinson und seinem Team ebenfalls nicht bercksichtigt worden. Dann folgen Sie unserer Seite "Ein Mann, ein Wort " auf Facebook. Im vorindoeuropischen Europa erfunden, aber auch thalassa, Meer. Seit Holger Pedersen hat es immer wieder Versuche gegeben Verwandtschaftsbeziehungen des Indogermanischen mit andereren Sprachfamilien nachzuweisen, was angesichts des Alters der angenommenen Ursprache (sie wird.000. Mittlerweile neigt die Mehrheit aller Wissenschaftler Gimbutas Kurgan-Hypothese. Das Fehlen einer sollte aber nicht mit einer geschlechtergerechten Sprache verwechselt werden. Wenn in archologischen Ausgrabungssttten in zuvor pferdelosen Gebieten ab einer bestimmten Zeit solche Artefakte, beispielsweise Zepter mit Pferdekpfen, auftauchen, knnte das bedeuten, dass indogermanische Eroberer sich als Herrschaftseliten ber die vor-indoeuropische Bevlkerung aufgeschwungen haben. So stellte man sich um 1880 die Wanderungen der Indogermanen zu Urzeiten vor.

Anzeige, die Idee, dass drei Milliarden heute lebende Menschen 300 Muttersprachen sprechen, die sich aus dem Idiom von Nomaden im Gebiet nrdlich des kaspischen Meeres entwickelt haben, fasziniert. Durch eine Kombination von palolinguistischer, archologischer, ethnologischer, mythologischer, religionshistorischer und genetischer Spurensuche. Und man wei heute auch viel mehr ber die frhen Indoeuroper und die indoeuropischen Sprachen als noch vor einigen Jahrzehnten. Zwei streitbare Lager, heute sprechen etwa drei Milliarden Menschen eine der indoeuropischen Sprachen, zu deren Hauptzweigen die keltischen, die germanischen, die italischen sowie die balto-slawischen und die indo-iranischen Sprachen gehren. Sie mssen es dann aber vom. Kausen schreibt dazu: Wenn zwei oder mehrere Sprachen bereinstimmungen in Wortschatz und Formenbildung aufweisen, die so zahlreich und systematisch sind, dass man sie weder auf Zufall noch auf Sprachuniversalien oder Entlehnungen zurckfhren kann, dann ist die einzige sinnvolle Erklrung, dass diese Sprachen. Demnach lautet auch das Fazit der Forscher: Die Steppentheorie ist im Vergleich zur Anatolien-These sehr unwahrscheinlich. Vollstndig lsen knnen wird die neue Studie den alten Streit daher wohl nicht, auch wenn sie, wie der Sprachforscher Paul Heggarty vom Max-Planck-Institut fr Evolutionre Anthropologie in Leipzig kommentiert, die Anhnger der Steppen-Hypothese an einigen Stellen durchaus in Erklrungsnot bringe.

Indogermanen domestizierten das Pferd hneln sich etwa die Wrter fr Pferd, Pflug, Rad, Achse, Deichsel, Wagen und Joch in den ltesten berlieferten indogermanischen Sprachen, beispielsweise dem altindischen Sanskrit, dem Altgriechischen, dem Hethitischen (dessen Sprecher im heutigen Anatolien ansssig waren dem. Etwa die Hlfte der Weltbevlkerung spricht heute eine indogermanische Sprache. Und Kausen referiert mit einiger Sympathie die Theorien, die eine ursprngliche Verwandtschaft des Indogermanischen mit anderen Sprachfamilien annehmen. Zur indogermanischen Sprachfamilie gehren alle Weltsprachen auer dem Chinesischen und Arabischen. Es gibt Forscher, die mit guten Argumenten von einem nicht geringen Anteil semitischer Substratwrter im Germanischen ausgehen.

Prominente Beispiele fr solche bernahmen seien metallon, denn die Metallverarbeitungstechnologie wurde nach neuerer Lehrmeinung um 5400. Er soll die indogermanischen Sprachen in ihrer geographischen Verbreitung auf dem eurasischen Kontinent umklammern: mit Indisch als der sdstlichsten und Germanisch als der nordwestlichsten indogermanischen Sprachgruppe. In diesem Fall htte die Ursprache zusammen mit der Landwirtschaft ihren Siegeszug ber Europa und Asien angetreten. Die Vergleichende Indogermanische Sprachwissenschaft, kurz Indogermanistik, hat die sogenannten "indogermanischen" Sprachen zum Forschungsgegenstand. Vorlesen, ein internationales Forscherteam hat die Heimat der indoeuropischen hufig auch indogermanisch genannten Sprachen identifiziert: Die riesige Sprachfamilie mit heute etwa 400 Sprachen stammt ursprnglich aus Anatolien in der heutigen Trkei. Ber ihre Arbeit berichten sie im Fachmagazin Science. Auch lateinisch vulgus und Deutsch, volk haben nichts miteinander zu tun. Mittlerweile ist klar, dass ersteres stimmt, letzteres nicht: Armenisch reprsentiert wie das Griechische und das vom antiken Illyrisch abstammende Albanische einen mit keiner anderen Sprache nher verwandten singulren Zweig des Indogermanischen.

Dieses Ergebnis strkt eine der beiden gngigen Theorien zum Ursprung der indoeuropischen Sprachen. Sprachlich drckten sie also nicht den Gegensatz mnnlich/weiblich aus, sondern nur den zwischen Belebtem und Unbelebtem. Quelle: picture-alliance / akg-images, das Interesse an den Indogermanen oder Indoeuropern, wie sie auerhalb Deutschlands und mittlerweile auch im grten Teil der wissenschaftlichen Literatur genannt werden, ist gro. Die rivalisierende Theorie geht dagegen von einer sehr viel frheren Verbreitung aus, die bereits vor 80 Jahren in Anatolien ihren Anfang nahm. Die groe Rolle, die das Pferd als Statussymbol und Reittier im Krieg gespielt hat, beweisen Kultgegenstnde und Machtinsignien mit Pferdedarstellungen.

Interessant werden Bcher oft gerade dort, wo sie mit gebotener wissenschaftlicher Distanz auch Abseitiges und Umstrittenes mitteilen. Im Laufe der Zeit nahmen dann die Unterjochten die prestigetrchtigere Sprache ihrer Herren an, so die Theorie. Der amerikanische Archologe David Anthony vom Hartwick College in Oneonta, Staat New York, moniert ebenfalls in Science beispielsweise, dass sich die Wissenschaftler lediglich auf Wrter konzentriert htten und Sprachstruktur, Grammatik und hnliches ignorierten. Schon in vorchristlicher Zeit erstreckte sich das indogermanische Gebiet vom uersten Westen Europas bis nach Indien. Dort fand man auch hellhutige und blonde uralte Mumien. Quelle: Infografik Die Welt, aber wie rekonstruierte man berhaupt die Geschichte einer Zeit, die ohne Schrift auskam? Vllig haltlos sind solche Theorien nicht. Es gibt vor allem zwei groe Lager, die sich gegenseitig heftig bekmpfen: Das erste vermutet den Ursprung in der russischen Steppe nrdlich des kaspischen Meers, wo die Sprache von halbnomadisch lebenden Reitervlkern gesprochen worden sein soll.

Nach und nach die dravidische Urbevlkerung des ganzen Subkontinents untertan machen. Davor scheuen beide Autoren nicht. Mnnliche Anfhrer auf Pferden, die Mehrheit aller Forscher geht heute davon aus, dass sich das grammatische Femininum erst am Ende der gemeinsprachlichen Zeit entwickelt habe, kurz bevor das Proto-Indogermanische sich sptestens vor 4500 Jahren in verschiedene Sprachen aufzuspalten begann. Er prgte fr die von ihm vermutete sprachliche Grofamilie den Begriff Nostratisch. Der Terminus selbst wurde 1823 von Julius Klaproth geprgt. Die alten Sprachen verschwinden aber oft nicht ganz, sondern hinterlassen so genannte Substrate in den indogermanischen Sprachen besonders dann, wenn sie etwas bezeichnen, das die Eroberer von den Eroberten gelernt haben. Jahrhundert eine zuverlssige Methodik entwickelt worden war, konnte der wissenschaftliche Nachweis erbracht werden, dass verschiedenste Sprachen auf dem europischen und asiatischen Kontinent auf eine gemeinsame Grundsprache zurckgehen. In Ruinenstdten in westchinesischen Taklamakan-Wste fand man Schriften in Tocharisch - einer sehr alten, lngst untergegangenen Sprache der indogermanischen Familie Quelle: Flickr Vision/Dommergues/Getty Anzeige Zuletzt haben der groe amerikanische Linguist Joseph Greenberg und einige seiner Schler eine eurasiatische Sprachfamilie propagiert. Datiert) und des vlligen Mangels an schriftlichen berlieferungen problematisch ist.

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